Stefans Neugier war stärker als alle seine Bedenken, und zudem war er überzeugt, jederzeit aussteigen zu können, wenn ihm Marcels fragwürdige Spiele zu weit gehen würden. So stieg Stefan am Freitag nach der Schule wieder zu Marcel in dessen BMW M3.
Die Fahrt verlief ähnlich besorgniserregend wie die erste Fahrt an Marcels Seite. Während Marcel wieder und wieder alle Leistungsmerkmale und Sonderausstattungen seines Autos lobend ins rechte Licht rückte, fielen vor allem sein rücksichtsloser Fahrstil und die überhöhte Geschwindigkeit auf. Vermutlich waren 450 PS einfach zu viel für die Innenstadt, dachte sich Stefan. Aber Marcel saß am Steuer und Stefan hatte auf dem Beifahrersitz keinen Einfluss, sodass er auf erneute Kommentare verzichtete.
Noch hatte Marcel mit keinem Wort angedeutet, was er sich in seiner schmutzigen Phantasie alles ausgemalt hatte. Und dabei blieb es auch vorerst, denn wie bereits beim ersten Besuch pflegte Marcel sein Ritual, wie er es von seinem Vater abgeschaut hatte, mit einem edlen Tropfen aus der Hausbar eine angenehme und lockere Gesprächsatmosphäre zu schaffen.
Nicht betrunken, aber doch beschwingt von einem edlen Nusslikör, den natürlich Marcels Vater von einer Geschäftsreise mitgebracht hatte und der in einem normalen Geschäft gar nicht zu bekommen wäre, folgte Stefan schließlich Marcel in dessen Zimmer.
Marcel lehnte sich bequem in seinem Chefsessel hinter dem Schreibtisch zurück. Stefan fiel auf, dass gegenüber seinem letzten Besuch der ohnehin schon im Vergleich zum Chefsessel recht bescheidene Besucherstuhl durch einen noch einfacheren Hocker mit kleiner Sitzfläche ersetzt worden war. Schnell bemerkte Stefan, dass er auf der kleinen Sitzfläche automatisch breitbeinig sitzen musste, um das Gleichgewicht zu halten, dachte sich aber nichts weiter dabei.
„Tolle Nikes, Stefan. Haben bestimmt schon viele bewundert“, bemerkte Marcel mit breitem Grinsen.
„Das dürftest du schon größtenteils mitbekommen haben, aber sie sind wirklich der Hammer“, bestätigte Stefan stolz.
„Hast du Samstag schon was vor?“ fragte Marcel nun scheinheilig.
„Nicht direkt“, antwortete Stefan vorsichtig. Er wusste, dass Marcel auf eine neue Aktion hinauswollte und hoffte, möglichst viel darüber erfahren zu können, bevor er sich entscheiden muss.
„Die Jungs in der Klasse waren ziemlich beeindruckt von deinem Ständer. Du hast bestimmt auch Spaß gehabt, immerhin hast du ihn länger gezeigt, als nach unserer Vereinbarung notwendig war. Und Mühe hattest du auch keine, deinen Ständer schön hart zu halten. Hat dich deine eigene Nacktheit sexuell erregt? Hattest du richtig geile sexuelle Gefühle, als du allen Jungs deine voll versteifte Ficklatte gezeigt hast?“, fragte Marcel ungeniert.
„Na ja, ein wenig erregt war ich schon“, gab Stefan verlegen zu.
„Ein wenig? Dein Ständer sah nach mehr als ein wenig aus“, bohrte Marcel.
„Ja“, seufzte Stefan, „es ist mir peinlich, aber ich hatte schon sehr intensive sexuelle Gefühle und war mega geil die Blicke auf meinem steifen Penis richtig fühlen können, das hat mich voll erregt.“
„Sehr gut, jetzt reden wir, schön offen und ehrlich, auch wenn es dir total peinlich ist, so erwarte ich das“, jubelte Marcel, „wie fandest du die Kommentare der anderen?“
„Erniedrigend und voll peinlich“, antwortete Stefan spontan, „aber es hat auch total in meinem steifen Penis gekribbelt, weil es mir noch mehr bewusstgemacht hat, dass alle draufschauen.“
„Warum nennst du deine Hormonlanze immer so brav Penis? Wir sind nicht im Bio-Unterricht. Mach dich locker und sprich frei raus Stefan!“, forderte Marcel eindringlich, weil er spürte, dass er Stefans Verlegenheit, die ihm viel Spaß bereitete, so noch steigern konnte. „Also noch mal, sei mir gegenüber ganz offen, wie fandest du die Kommentare?“, drängte Marcel weiter.
Stefan merkte wie er innerlich rot wurde. Über alles zu reden war das eine. So lange es irgendwie sachlich war, konnte er sich überwinden. Es aber so klar und alltäglich zu benennen, war für ihn sehr ungewohnt und deshalb deutlich schwieriger. Er hatte eben keine Kumpels, mit denen er regelmäßig hätte versaut reden können. Stefan schluckte, bevor er sprach: „Ich hatte gar keine Kontrolle mehr über meinen Fickbolzen, der ist bei dem ganzen Gerede immer härter und praller geworden, und er hat voll gezuckt dabei, bei jedem Kommentar, ohne dass ich was dagegen tun konnte.“
„Geht doch! Zumindest für den Anfang. Natürlich müssen wir das offene reden in Zukunft intensiv üben. Und, wie fühlt sich der Gedanke an, dass du seit Dienstag keinerlei Intimsphäre mehr hast? Du hast ja erzählt, dass dich seit Anfang der Pubertät niemand mehr nackt gesehen hat, niemand weiß, wie du dich sexuell entwickelt hast, und am Dienstag haben dich gleich 26 Jungs aus der Jahrgangsstufe live aus nächster Nähe splitterfasernackt gesehen. Dazu noch mit voll ausgefahrener Sahneschleuder, also krass notgeil, und nackter Eichel. Und alle anderen Jungs und Mädchen an der Schule kennen deinen Fickbolzen zumindest aus deren Beschreibungen. Wie fühlt sich das an, im Intimbereich keine Geheimnisse mehr zu haben?“, wollte Marcel voller Neugier wissen.
„Komisch“, räumte Stefan ein, „einem Teil von mir ist es total peinlich und ich schäme mich deswegen, aber wenn ich beim Wichsen daran denke, macht es mich trotzdem jedes Mal wieder total geil.“
„Freut mich, genau so muss es sein“, freute sich Marcel und fragte dann noch tiefer bei Stefan nach, ob er eigentlich einen Blick für die anderen unter der Dusche hatte.
„Nein, ich war voll mit mir und dem Eigenleben von meinem…“, er zögerte kurz, denn das plumpe Wort gefiel ihm nicht wirklich für seinen Penis, „…von meinem Fickbolzen beschäftigt.“
Noch einmal ließ er die Aktion im Duschraum vor seinem inneren Auge ablaufen. Erst jetzt wurde ihm richtig bewusst, dass er wirklich kaum auf die anderen Jungs unter der Dusche geachtet hatte. Lediglich wie sie ihn angesehen hatten, hatte seine volle Aufmerksamkeit bekommen. Wie ein braver Junge hatte er keinem der anderen dabei selbst in die Intimzone geschaut, nicht einmal bei Marcel. Die Situation, vor allem im Umkleideraum, allein mit den angezogenen Klassenkammeraden, war die wirkliche Ursache seiner Erregung, wie es schien.
Stefan hatte das Gefühl, bis zu den Ohren rot angelaufen zu sein und sah beschämt nach unten, während Marcel grinsend in seinem Sessel saß und das extrem intime Gespräch mit Stefan sichtlich genoss.
„Und mit mir darüber zu reden erregt dich auch schon wieder, ich kann deine voll ausgefahrene Latte sehr gut in deiner Hose erkennen“, verhöhnte er Stefan, der ihm hilflos ausgeliefert gegenübersaß.
„Oh“, entfuhr es Stefan, als er an sich herunterschaute und sah, dass seine wegen der schmalen Sitzfläche weit geöffneten Beine trotz Jeanshose alles preisgaben, was sich in seinem Schritt regte.
„Natürlich könntest du dich noch etwas vorteilhafter kleiden, damit man deinen Ständer leichter bemerkt, aber wir machen erstmal einen Schritt nach dem anderen“, verkündete Marcel.
„Gehört das zur nächsten Aktion?“, erkundigte sich Stefan neugierig.
„Nein, die nächste Aktion hatte ich schon vor deinem genialen Auftritt im Duschraum geplant, als ich noch nicht wusste, wie gut das alles mit dir funktionieren würde. Hast du eigentlich mitbekommen, welchen Spitznamen sie dir verpasst haben?“, stellte Marcel seine nächste sehr zielgerichtete Frage.
„Ja, sie nennen mich Ständer-Stefan“, räumte Stefan etwas zerknirscht ein.
„Magst du deinen neuen Spitznamen, Ständer-Stefan?“, fragte Marcel und schaute Stefan herausfordernd an.
„Nein, ich mag den Spitznamen gar nicht“, gab Stefan missmutig zurück, „er klingt so, als würde ich den ganzen Tag lang mit einem Harten in der Hose rumlaufen.“
„Genau deshalb mag ich den Namen“, erklärte Marcel lachend, „Ständer-Stefan klingt so entsetzlich notgeil, wie so ein Schuljunge in der Pubertät, der keinerlei Kontrolle über seine Erektionen hat. Umso peinlicher ist das natürlich für dich, wenn du mit 18 immer noch nicht gelernt hast, dich da unten zu steuern und den ganzen Tag mit einem Ständer in der Hose rumläufst.“
„Aber ich will das nicht, das ist auch gar nicht wahr“, protestierte Stefan.
„Wahr ist, was die Mehrheit der Leute glaubt. Und wir werden sehen, wie sich alles entwickelt, vielleicht ist es wahrer, als du selbst glaubst, Ständer-Stefan“, belehrte Marcel.
„So ein Quatsch. Außerdem war am Anfang nur von kleinen Missgeschicken zur allgemeinen Belustigung die Rede. Dass du nur auf meinen Schwanz zielst, war nicht ausgemacht!“, ereiferte sich Stefan.
„Ich habe aber nie behauptet, dass es um etwas anderes als um deinen Ständer gehen würde. Manchmal muss man eben genau hinhören, wenn man Geschäfte macht. Und damals wusste ich eben noch nicht, dass dein Ständer die Meute so beeindruckt, dass er tagelang Gesprächsstoff an der Schule wird. Der Spitzname Ständer-Stefan hat sich ohne weiteres Zutun schon hervorragend verfestigt. Ich denke, wir müssen nur noch ein paar nette kleine Aktionen machen, um den Eindruck deiner Dauerlatte zu verstärken. Natürlich auch außerhalb der Schule. So wird der Spitzname für viele Jahre dein ständiger Begleiter“, erklärte Marcel begeistert.
„Warum sollte ich irgendwelchen Blödsinn mitmachen, der meinen Spitznamen noch mehr verbreitet, anstatt mich einfach eine Weile ruhig zu verhalten, bis die Sache vergessen ist?“, fragte Stefan fast ein wenig provozierend.
Marcel grinste nur und lehnte sich noch entspannter in seinem Chefsessel zurück: „Vielleicht, weil du dir dann endlich die vielen schönen Dinge leisten kannst, von denen du bis jetzt nur träumen konntest.“
Stefan schaute etwas zerknirscht auf seine Schuhe. So ganz unrecht hatte Marcel natürlich nicht, für diese wunderbaren, blauen Traum-Nikes hatte er sich vor allen nackt ausgezogen, sich in gewisser Weise als käuflich erwiesen.
„Schau mal, wie findest du das?“, fragte Marcel mit Unschuldsmiene und schob das neueste Galaxy S8 Smartphone über den Schreibtisch.
Fasziniert berührte Stefan das Gerät, fast ehrfurchtsvoll. Was für einen wertigen Eindruck es machte, mit dem um die Kante herum gebogenen Display. Und überhaupt, im Vergleich zu Stefans Notbehelfs-Prepaid-Handy, das es mal im Sonderangebot in einem Drogeriemarkt gab, war dieses Gerät eine völlig andere Welt.
Zufrieden schaute Marcel in aller Ruhe zu, wie Stefan voller Begeisterung das Smartphone bewunderte. Sein Fisch hatte gerade den zweiten Köder geschluckt und es brauchte nur noch ein wenig Zeit, bis dieser seine volle Wirkung entfalten würde, um Stefan die nächste Schamgrenze überschreiten zu lassen.
„Der Vertrag läuft zwar auf meinen Namen, aber du kannst es nutzen, solange wir zwei uns einig sind. Inklusive Flatrates für Telefonie, SMS und Daten, die du nach menschlichem Ermessen niemals ausschöpfen kannst, egal wie intensiv du das Gerät nutzt“, lockte Marcel.
„Und – was müsste ich dafür tun?“, wollte Stefan nun wissen, denn dass auch dieses Geschenk mit einer konkreten Aufgabe verbunden sein würde, das war Stefan durchaus klar.
„Nun, ich betrachte es mehr als Hilfsmittel, das uns bei vielen Aktionen nützlich sein kann, um jederzeit einfach und unauffällig miteinander in Kontakt bleiben zu können. Wie gesagt, du kannst es nutzen, solange wir uns einig sind“, erklärte Marcel seine wenigen Bedingungen, ohne unbedingt zu betonen, dass dadurch Stefans Abhängigkeit und Marcels Verfügungsgewalt über ihn deutlich steigen würden.
„Du gibst mir das Gerät doch nicht einfach so“, vergewisserte sich Stefan unsicher.
„Erstmal schon“, bestätigte Marcel, „aber da der Vertrag weiter auf mich läuft, könnte ich es selbstverständlich jederzeit sperren lassen, falls du nicht mehr mein Freund sein möchtest.“
Dass es zwischen ihm und Marcel keine echte Freundschaft, sondern bestenfalls eine Geschäftsbeziehung gab, war Stefan bewusst, aber das Smartphone in seiner Hand war verlockender, als es Stefan lieb sein konnte.
„Hier auf dem Zettel stehen PIN und alles was du so brauchst um es ganz auf dich einstellen zu können“, ergänzte Marcel und schob noch einen Notizzettel über den Schreibtisch.
„Wow“, war alles, was Stefan in diesem Augenblick noch einfiel. Das Smartphone war damit vorläufig seines.
„Und damit wir beide gute Freunde bleiben, wirst du mir sicher noch einen klitzekleinen Gefallen tun, für dessen Erledigung ich dir auch nochmal 100 Euro in bar schenken werde“, schwenkte Marcel nun wieder zielsicher zu seinen konkreten Plänen.
„Was ist das für ein klitzekleiner Gefallen?“, fragte Stefan durchaus misstrauisch.
„Ach, kaum der Rede wert. Ich hab' mir mal diesen hässlichen Wohnblock angeschaut, indem du wohnst“, fuhr Marcel fort, „ich komm‘ da ab und zu vorbei, wenn ich von der Disco heimlaufe, falls keiner meiner Kumpels mehr fahren kann.“
Stefan hatte am Wochenende schon öfter das Grölen besoffener Disco-Heimkehrer gehört. Meist ereiferte sich das Schickimicki-Publikum über die hässlichen Mietwohnungen, an denen man vorbeimusste. Aber im eigenen Wohnviertel hätten sie ihre tolle Szene-Disco wegen des Lärms und des Drecks bestimmt nicht haben wollen.
„Durch die Hanglage des Wohnblocks liegt der Trampelpfad hinter dem Haus auf Höhe deines Zimmers, sogar leicht darüber. Ich habe festgestellt, dass man von dort ganz gut in dein Zimmer schauen kann. Nicht, dass die blanke Armut darin sehenswert wäre, aber man hat einen guten Blick auf dein Bett“, erzählte Marcel, ohne sonderlich konkret zu werden.
Stefan kannte natürlich den Trampelpfad, immerhin blickte er umgekehrt aus seinem Fenster direkt darauf und wusste auch, dass dieser gerne als Abkürzung von Fußgängern genutzt wird. Bislang hatte er sich keine großen Gedanken darum gemacht. Immerhin besaß er Vorhänge und ein lichtundurchlässiges Rollo, mit dem er jederzeit seine Privatsphäre sichern konnte. Fast schon Luxus für ihn. Was ihn allerdings etwas überraschte und nervös machte, war die Tatsache, dass Marcel bereits unbemerkt sein Zimmer ausgekundschaftet hatte.
„Und, was ist da nun großartig dabei? Wenn ich die Vorhänge schließe und abends das Rollo runterziehe, kann keiner mehr auf mein Bett schauen“, kommentierte Stefan gelassen die Situation und überspielte seine Aufregung.
„Es sei denn, du würdest mal vergessen, das Rollo runterzuziehen“, deutete Marcel seinen Plan an.
„Das vergesse ich nie. Ich weiß doch, wie viele Leute da rumlaufen“, betonte Stefan.
„Ich nehme an, da du keine Freundin hast, musst du viel wichsen“, stellte Marcel fest.
„Nun ja, machen doch alle Jungs“, gab Stefan leicht verschämt zu.
„Eben, und wenn du es so oft machst, könnte es doch mal passieren, dass du versehentlich das Rollo vergisst“, lenkte Marcel das Gespräch wieder in die gewünschte Richtung.
„Niemals, da achte ich immer darauf, das vergesse ich ganz bestimmt nicht“, versicherte Stefan.
„Und wenn du mit diesem kleinen Missgeschick einen guten Freund, dem du viel verdankst, sehr glücklich machen würdest?“, hakte Marcel nach.
„Du meinst...“, verschlug es Stefan die Sprache, als ihm bewusstwurde, dass Marcel gerade seinen nächsten Plan beschrieben hatte.
Stefan war fassungslos. Erwartete Marcel wirklich, dass er sich vor allen Disco-Heimkehrern und wem auch sonst noch offen sichtbar einen runterholt? Der Zuschauerkreis wäre völlig unkontrollierbar, jeder der zufällig vorbeikäme, könnte Stefan bei der Selbstbefriedigung zuschauen.
„Ich stelle mir das so vor: Wenn ich mit meinen Kumpels aus der Disco komme, werde ich einige Minuten vor deinem Haus kurz und unauffällig eine WhatsApp an dich losschicken. Du stellst dann sicher, dass dein Zimmer hell beleuchtet ist, die Vorhänge offen, das Rollo oben und du splitternackt und unbedingt ohne Decke onanierend auf dem Bett liegst. Natürlich so, dass man durch das Fenster optimal auf deine Latte schauen kann, Ständer-Stefan“, schilderte Marcel den näheren Rahmen der Aktion.
„Bist du verrückt? Ich habe doch gar keinen Plan, was da draußen los ist und wer da alles vorbeikommt. Die halten mich doch für pervers“, empörte sich Stefan und sprang entsetzt von seinem kleinen Hocker auf.
„Ach was“, wiegelte Marcel ab, „dass ein notgeiler 18jähriger beim Wichsen mal vergisst, das Rollo zu schließen, kann passieren. Da denkt keiner gleich an Absicht. Dass du onanierst, sollte im Grundsatz auch keinen überraschen. Und zur Feinabstimmung legst du das Handy so hin, dass du unauffällig weitere Messages lesen kannst. Dann kann ich dich noch ein wenig dirigieren, um das Optimum aus der Show rauszuholen. Ich denke mal, so 15 Minuten solltest du die Show schon ziehen, bevor du deine Wichse möglichst weit und für die Zuschauer gut sichtbar verspritzt. Danach bleibst du brav nackt auf dem Bett liegen, bis ich dir per WhatsApp mitteile, dass wir weg sind und du dein Rollo schließen kannst.“
Stefan war während der Schilderung immer unruhiger geworden und ging in Marcels großem Zimmer nervös auf und ab. Seit der ersten Aktion unter der Dusche war ihm klar, dass es ihn sehr stark erregt, anderen nackt ausgeliefert zu sein und die Situation selbst nicht völlig unter Kontrolle zu haben. Der Gedanke, es diesmal nicht nur vor Klassenkameraden, sondern vor teilweise unbekanntem Publikum, das er noch nicht einmal sehen würde, tun zu müssen, hatte ihn noch schärfer gemacht. Die pochende Latte in seiner Hose würde ihn Marcel noch mehr ausliefern und so versuchte er, sich vorsichtig von ihm weg zu drehen. Natürlich möglichst so, das Marcel nicht direkt verstehen konnte, warum Stefan nicht mehr ruhig und brav und vor allem ungewollt breitbeinig vor ihm saß.
Fast wäre Stefan bereit gewesen, sogar ohne Bezahlung mitzumachen. Aber dann besann er sich noch einmal. Für Marcel hatte die Kohle keine Bedeutung, er selbst konnte etwas Geld aber gut brauchen.
„Die Nummer gibt es aber nicht für 100 Euro“, schleuderte er Marcel in einem kurzen Anflug von Selbstbewusstsein entgegen, „unter 250 Euro läuft nix. Immerhin sieht man mich diesmal nicht nur splitternackt mit Ständer, sondern man sieht auch noch, wie ich mich selbst befriedige, und mein Sperma muss ich auch noch vor Zuschauern abspritzen.“
„Angesichts der Tatsache, dass es dir selbst erhebliche Freude bereitet, dich nackt und mit steifem Schwanz vor Publikum zu zeigen, wie du vorhin selbst zugegeben hast und wie deine Beule immer noch deutlich macht, sollten 100 Euro mehr als großzügig sein“, wehrte Marcel ab. Nicht, dass 250 Euro irgendeine Bedeutung für ihn gehabt hätten, aber er konnte Stefans aufkommende Selbstsicherheit nicht einfach hinnehmen.
„Und zu onanieren bereitet dir auch an und für sich jede Menge Spaß, die paar Zuschauer werden daran nichts ändern. Wer ist schon in der glücklichen Situation, so viel Spaß beim Geldverdienen zu haben?“, machte Marcel weiter die scheinbare Großzügigkeit seines Angebots deutlich.
Tatsächlich hatte er Erfolg, denn Stefan wurde schnell unsicher. Harte Verhandlungen, sowas hatte er nie geübt. Und die kribbelnde Erregung angesichts der geplanten Entblößung tat ihr Übriges, um Stefans Widerstand in Luft aufzulösen.
„Wer wird denn beim Disco-Besuch dabei sein?", fragte Stefan in der Hoffnung, etwas über den Zuschauerkreis herauszufinden.
„Mit Sicherheit ein paar Jungs aus unserem Abi-Jahrgang. Muss doch jemand am Montag in der Schule von deinem Missgeschick erzählen können, damit es richtig Spaß macht. Und ansonsten jeder, der um die Zeit aus der Disco heimkommt und die Abkürzung nimmt“, sagte Marcel und lehnte sich selbstzufrieden zurück.
„Letzteres macht mir etwas Sorgen, das könnte wirklich jeder sein, und vielleicht erfahre ich nie, wer mich gesehen hat“, räumte Stefan seine letzten Bedenken ein.
„Probier es doch einfach aus, manche Leute werden durch Ungewissheit zusätzlich aufgegeilt. Und spätestens am Montag, denke ich, wird in der Schule alles erzählt, was du bis dahin noch nicht selbst herausgefunden hast“, kicherte Marcel.
Stefan drehte das Smartphone in seiner Hand in alle Richtungen und bewunderte es. Dabei brach auch der letzte Widerstand in ihm zusammen: „Ja, ich mach‘s für 100 Euro und – das hier.“
„Gut, dann sind wir uns einig. Schönen Tag noch, wird Zeit dass du abdackelst“, folgte der prompte Rauswurf, als Marcel sein Ziel erreicht hatte.
Stefan machte sich reichlich aufgewühlt auf den Heimweg. Marcel behandelte ihn einerseits wie den letzten Dreck, aber seine sexuelle Neugier zwang ihn, sich selbst zum Spielzeug dieses verzogenen Jungen zu machen. Während sich Stefan bei der ersten Aktion noch völlig sicher war, diese Demütigung ausschließlich für Geld und die Nikes als leidendes Opfer zu ertragen, war er plötzlich selbst verunsichert. Die unerwartet starke sexuelle Erregung und die intensiven Gefühle von Stolz und Geilheit nach der ersten Aktion hatten diesmal seine Entscheidung, jenseits der materiellen Entlohnung, wesentlich mit beeinflusst.
Doch erst einmal beschäftigte sich Stefan ausgiebig mit seinem Smartphone, das er wie eine Art Trophäe herumtrug. Bald hatte er Fingerabdruck und und mehr auf sich eingestellt, was ihm noch stärker die Illusion vermittelte, stolzer Besitzer des Geräts zu sein.
Schnell hatte Stefan eine Reihe von Apps ausprobiert, allen voran natürlich WhatsApp. Die App hatte Marcel schließlich als Kommunikationsweg vorgeschrieben, damit er bei der Aktion unbemerkt seine Regieanweisungen geben konnte. So führten die beiden einen Probechat über ein paar Belanglosigkeiten, um sicherzustellen, dass am Samstag alles reibungslos funktionieren würde.
Die folgende Nacht war für Stefan wieder mit wenig Schlaf verbunden. Wie schon bei den Schuhen prüfte er mehrmals in der Nacht, ob "sein" Smartphone noch da war und funktionierte. Hatte am Ende vielleicht Marcel schon eine weitere, diesmal nächtliche Nachricht geschickt? Egal wie oft Stefan auf das Display starrte, Marcel meldete sich in dieser Nacht nicht mehr.
Unausgeschlafen ging Stefan am frühen Samstag an seine üblichen Pflichten. Hausaufgaben, sich um die Straße kümmern, denn ausgerechnet heute hatte die Wohnung seiner Eltern und damit er Kehrdienst im Haus. Auch dabei schaute er immer wieder und etwas ungläubig auf das neue Telefon. Auf was für ein Spiel hatte er sich nur eingelassen?
An diesem Spätsommertag meinte es die Sonne noch einmal richtig gut, für einen körperlich arbeitenden Menschen eindeutig zu gut, und so kam Stefan bei seiner Arbeit ordentlich ins Schwitzen. Sein T-Shirt klebte unangenehm an seinem Körper. Das kannte er und hätte es auch still ertragen, denn er fand Männer, die mit nacktem Oberkörper auf der Straße rumlaufen, einfach zu prollig und obendrein hatte er zumindest bis vor einer Woche ein ausgeprägtes Schamgefühl. Es war genug, den nackten Oberkörper im Schwimmbad zu zeigen, wo alle so rumlaufen, aber nicht auf der Straße vor dem Wohnhaus.
Doch insgeheim musste Stefan daran denken, wie viele bewundernde Blicke sein nackter Körper beim Duschen auf sich gezogen hatte. Zumindest den Oberkörper zu zeigen, war doch nicht schlimm und würde sich deutlich besser anfühlen, als mit dem nassen, klebenden Stoff auf der Haut zu arbeiten.
So kam es, dass Stefan tatsächlich T-Shirt und Unterhemd abstreifte und seitlich an den Fahrradständer vor dem Wohnblock hängte. Beherzt griff Stefan zum Besen und arbeitete weiter. So etwas hätte er sich noch vor wenigen Tagen nie getraut. Er blickte an sich selbst herunter. Sein flacher Bauch glänzte im Sonnenschein leicht vom Schweiß seiner körperlichen Arbeit.
Die alte, ausgefranste Jeans war sommerlich kurz geschnitten und hatte das ein oder andere Loch im Oberschenkelbereich. Die natürliche Abnutzung forderte ihren Tribut und in diesem Sommer würde sich Stefan keine neue Hose mehr leisten können. Leicht amüsiert dachte er darüber nach, dass Jungs wie Marcel in den Edel-Boutiquen der Stadt ein Vermögen dafür zahlten, um als „Used-Look“ eine Hose zu bekommen, die schon im Laden so aussah, als hätte man damit hundertmal die Straße gekehrt.
Stefan achtete sehr genau auf die Reaktionen der Passanten, die ihm zufällig begegneten. Bei jedem bewundernden oder interessierenden Blick wuchs Stefans Wohlbefinden und sein Stolz auf seinen Körper. Er spürte, wie der Druck in ihm anstieg. Während er verträumt an sich runteschaute und dabei überraschender Weise schon mit Vorfreude an die bevorstehende Aktion in der kommenden Nacht dachte, begann sein Glied anzuschwellen und härter zu werden. Stefan merkte, wie die Latte sich auf die Suche nach einem Ausgang in seiner engen Hose machte.
Ausgerechnet in dieser Situation begegnete ihm Lars. Der wohnte zwei Stockwerke höher in einer Zwei-Zimmer-Wohnung. Soweit es Stefan mal mitbekommen hatte, war Lars 23 Jahre alt. Mehr wusste Stefan nicht, außer, dass Lars insgesamt eine recht attraktive Erscheinung mit sportlicher Figur und blonden Naturlocken abgab und stets freundlich grüßte, denn oft begeneten sich beide während der Woche morgens im Treppenhaus, Stefan auf dem Weg zum Schulbus und Lars auf dem Weg zur Arbeit. Wirklich miteinander gesprochen hatten beide aber noch nie. Wie das eben in großen Wohnblöcken so ist, man sieht sich im Treppenhaus, weiß aber nicht wirklich etwas voneinander.
Wie üblich grüßte Lars kurz im Vorbeigehen und schaute in seinen Briefkasten. Stefan entspannte sich, denn im Vorbeigehen würde Lars nichts von der Enge in Stefans Hose bemerkt haben.
Dann allerdings drehte sich Lars wieder um und schaute Stefan freundlich lächelnd bei der Arbeit zu. Einerseits gefiel Stefan die spürbare Bewunderung, andererseits fand er den Zuschauer angesichts seiner wachsenden Latte auch unangenehm. Immerhin war Lars trotz aller Vertrautheit letztlich ein Fremder für Stefan.
„Is‘ was?“, nahm Stefan seinen Mut zusammen und fragte Lars nach dem grund für seine aufmerksame Beobachtung.
„Ja, ich habe gerade festgestellt, dass der kleine Nachbarjunge ein richtiger Mann mit schön definiertem Oberkörper geworden ist. Gehst du ins Fitnessstudio?“, brachte Lars seine Bewunderung in durchaus schmeichelnder Weise zum Ausdruck.
„Ne, keine Knete, meine Übungen heißen Straße kehren, Wohnung putzen und Einkaufstaschen schleppen“, erklärte Stefan mit einem gewissen Stolz. Irgendwie wirkte die Bewunderung bei Lars viel angenehmer, aufrichtiger und ehrlicher als bei seinen Schulkollegen. So versuchte Stefan, gleichzeitig seinen Oberkörper zu zeigen und die Latte in seiner Hose zu überspielen.
„Und fleißig bist du auch. Wie kommt‘s, dass die Chicks bei dir vor der Wohnungstüre nicht Schlange stehen? Tüchtig, attraktiv, da hast du bestimmt einen ganzen Harem“, stellte Lars freundlich lächelnd fest.
„Du hast was Wichtiges vergessen, ohne Kohle läuft nix, die wollen wenigstens mal eingeladen werden und zu angesagten Veranstaltungen gehen“, seufzte Stefan. Und dabei konnte er kaum sagen, was ihm nun unangenehmer war, sein halbnackter Körper, die Erektion, die er nicht kontrollieren konnte, oder am Ende das Eingeständnis seiner Armut.
Doch Lars lächelte so freundlich, dass sich Stefan schnell wieder besser fühlte.
„Die wissen wohl nicht, was gut ist“, bemerkte Lars tröstend.
Ein wenig seltsam fand es Stefan schon, dass ihm Lars noch eine ganze Weile beim Kehren zusah und ab und zu ein wenig netten Smalltalk zur Aufmunterung beitrug. So freundlich und aufmerksam hatte ihn Stefan solange er denken konnte noch nicht erlebt. Aber natürlich gefiel es einem Außenseiter wie Stefan durchaus, wenn er unerwartet gut behandelt wurde.
So kam es, dass Stefan heute die Straße besonders gründlich kehrte, um die freundliche Aufmerksamkeit von Lars möglichst lange genießen zu können. Fast bedauerte Stefan, dass nun wirklich alles sauber war un der sich von Lars verabschieden musste.
Teil 4 - Das Fenster
Die Fahrt verlief ähnlich besorgniserregend wie die erste Fahrt an Marcels Seite. Während Marcel wieder und wieder alle Leistungsmerkmale und Sonderausstattungen seines Autos lobend ins rechte Licht rückte, fielen vor allem sein rücksichtsloser Fahrstil und die überhöhte Geschwindigkeit auf. Vermutlich waren 450 PS einfach zu viel für die Innenstadt, dachte sich Stefan. Aber Marcel saß am Steuer und Stefan hatte auf dem Beifahrersitz keinen Einfluss, sodass er auf erneute Kommentare verzichtete.
Noch hatte Marcel mit keinem Wort angedeutet, was er sich in seiner schmutzigen Phantasie alles ausgemalt hatte. Und dabei blieb es auch vorerst, denn wie bereits beim ersten Besuch pflegte Marcel sein Ritual, wie er es von seinem Vater abgeschaut hatte, mit einem edlen Tropfen aus der Hausbar eine angenehme und lockere Gesprächsatmosphäre zu schaffen.
Nicht betrunken, aber doch beschwingt von einem edlen Nusslikör, den natürlich Marcels Vater von einer Geschäftsreise mitgebracht hatte und der in einem normalen Geschäft gar nicht zu bekommen wäre, folgte Stefan schließlich Marcel in dessen Zimmer.
Marcel lehnte sich bequem in seinem Chefsessel hinter dem Schreibtisch zurück. Stefan fiel auf, dass gegenüber seinem letzten Besuch der ohnehin schon im Vergleich zum Chefsessel recht bescheidene Besucherstuhl durch einen noch einfacheren Hocker mit kleiner Sitzfläche ersetzt worden war. Schnell bemerkte Stefan, dass er auf der kleinen Sitzfläche automatisch breitbeinig sitzen musste, um das Gleichgewicht zu halten, dachte sich aber nichts weiter dabei.
„Tolle Nikes, Stefan. Haben bestimmt schon viele bewundert“, bemerkte Marcel mit breitem Grinsen.
„Das dürftest du schon größtenteils mitbekommen haben, aber sie sind wirklich der Hammer“, bestätigte Stefan stolz.
„Hast du Samstag schon was vor?“ fragte Marcel nun scheinheilig.
„Nicht direkt“, antwortete Stefan vorsichtig. Er wusste, dass Marcel auf eine neue Aktion hinauswollte und hoffte, möglichst viel darüber erfahren zu können, bevor er sich entscheiden muss.
„Die Jungs in der Klasse waren ziemlich beeindruckt von deinem Ständer. Du hast bestimmt auch Spaß gehabt, immerhin hast du ihn länger gezeigt, als nach unserer Vereinbarung notwendig war. Und Mühe hattest du auch keine, deinen Ständer schön hart zu halten. Hat dich deine eigene Nacktheit sexuell erregt? Hattest du richtig geile sexuelle Gefühle, als du allen Jungs deine voll versteifte Ficklatte gezeigt hast?“, fragte Marcel ungeniert.
„Na ja, ein wenig erregt war ich schon“, gab Stefan verlegen zu.
„Ein wenig? Dein Ständer sah nach mehr als ein wenig aus“, bohrte Marcel.
„Ja“, seufzte Stefan, „es ist mir peinlich, aber ich hatte schon sehr intensive sexuelle Gefühle und war mega geil die Blicke auf meinem steifen Penis richtig fühlen können, das hat mich voll erregt.“
„Sehr gut, jetzt reden wir, schön offen und ehrlich, auch wenn es dir total peinlich ist, so erwarte ich das“, jubelte Marcel, „wie fandest du die Kommentare der anderen?“
„Erniedrigend und voll peinlich“, antwortete Stefan spontan, „aber es hat auch total in meinem steifen Penis gekribbelt, weil es mir noch mehr bewusstgemacht hat, dass alle draufschauen.“
„Warum nennst du deine Hormonlanze immer so brav Penis? Wir sind nicht im Bio-Unterricht. Mach dich locker und sprich frei raus Stefan!“, forderte Marcel eindringlich, weil er spürte, dass er Stefans Verlegenheit, die ihm viel Spaß bereitete, so noch steigern konnte. „Also noch mal, sei mir gegenüber ganz offen, wie fandest du die Kommentare?“, drängte Marcel weiter.
Stefan merkte wie er innerlich rot wurde. Über alles zu reden war das eine. So lange es irgendwie sachlich war, konnte er sich überwinden. Es aber so klar und alltäglich zu benennen, war für ihn sehr ungewohnt und deshalb deutlich schwieriger. Er hatte eben keine Kumpels, mit denen er regelmäßig hätte versaut reden können. Stefan schluckte, bevor er sprach: „Ich hatte gar keine Kontrolle mehr über meinen Fickbolzen, der ist bei dem ganzen Gerede immer härter und praller geworden, und er hat voll gezuckt dabei, bei jedem Kommentar, ohne dass ich was dagegen tun konnte.“
„Geht doch! Zumindest für den Anfang. Natürlich müssen wir das offene reden in Zukunft intensiv üben. Und, wie fühlt sich der Gedanke an, dass du seit Dienstag keinerlei Intimsphäre mehr hast? Du hast ja erzählt, dass dich seit Anfang der Pubertät niemand mehr nackt gesehen hat, niemand weiß, wie du dich sexuell entwickelt hast, und am Dienstag haben dich gleich 26 Jungs aus der Jahrgangsstufe live aus nächster Nähe splitterfasernackt gesehen. Dazu noch mit voll ausgefahrener Sahneschleuder, also krass notgeil, und nackter Eichel. Und alle anderen Jungs und Mädchen an der Schule kennen deinen Fickbolzen zumindest aus deren Beschreibungen. Wie fühlt sich das an, im Intimbereich keine Geheimnisse mehr zu haben?“, wollte Marcel voller Neugier wissen.
„Komisch“, räumte Stefan ein, „einem Teil von mir ist es total peinlich und ich schäme mich deswegen, aber wenn ich beim Wichsen daran denke, macht es mich trotzdem jedes Mal wieder total geil.“
„Freut mich, genau so muss es sein“, freute sich Marcel und fragte dann noch tiefer bei Stefan nach, ob er eigentlich einen Blick für die anderen unter der Dusche hatte.
„Nein, ich war voll mit mir und dem Eigenleben von meinem…“, er zögerte kurz, denn das plumpe Wort gefiel ihm nicht wirklich für seinen Penis, „…von meinem Fickbolzen beschäftigt.“
Noch einmal ließ er die Aktion im Duschraum vor seinem inneren Auge ablaufen. Erst jetzt wurde ihm richtig bewusst, dass er wirklich kaum auf die anderen Jungs unter der Dusche geachtet hatte. Lediglich wie sie ihn angesehen hatten, hatte seine volle Aufmerksamkeit bekommen. Wie ein braver Junge hatte er keinem der anderen dabei selbst in die Intimzone geschaut, nicht einmal bei Marcel. Die Situation, vor allem im Umkleideraum, allein mit den angezogenen Klassenkammeraden, war die wirkliche Ursache seiner Erregung, wie es schien.
Stefan hatte das Gefühl, bis zu den Ohren rot angelaufen zu sein und sah beschämt nach unten, während Marcel grinsend in seinem Sessel saß und das extrem intime Gespräch mit Stefan sichtlich genoss.
„Und mit mir darüber zu reden erregt dich auch schon wieder, ich kann deine voll ausgefahrene Latte sehr gut in deiner Hose erkennen“, verhöhnte er Stefan, der ihm hilflos ausgeliefert gegenübersaß.
„Oh“, entfuhr es Stefan, als er an sich herunterschaute und sah, dass seine wegen der schmalen Sitzfläche weit geöffneten Beine trotz Jeanshose alles preisgaben, was sich in seinem Schritt regte.
„Natürlich könntest du dich noch etwas vorteilhafter kleiden, damit man deinen Ständer leichter bemerkt, aber wir machen erstmal einen Schritt nach dem anderen“, verkündete Marcel.
„Gehört das zur nächsten Aktion?“, erkundigte sich Stefan neugierig.
„Nein, die nächste Aktion hatte ich schon vor deinem genialen Auftritt im Duschraum geplant, als ich noch nicht wusste, wie gut das alles mit dir funktionieren würde. Hast du eigentlich mitbekommen, welchen Spitznamen sie dir verpasst haben?“, stellte Marcel seine nächste sehr zielgerichtete Frage.
„Ja, sie nennen mich Ständer-Stefan“, räumte Stefan etwas zerknirscht ein.
„Magst du deinen neuen Spitznamen, Ständer-Stefan?“, fragte Marcel und schaute Stefan herausfordernd an.
„Nein, ich mag den Spitznamen gar nicht“, gab Stefan missmutig zurück, „er klingt so, als würde ich den ganzen Tag lang mit einem Harten in der Hose rumlaufen.“
„Genau deshalb mag ich den Namen“, erklärte Marcel lachend, „Ständer-Stefan klingt so entsetzlich notgeil, wie so ein Schuljunge in der Pubertät, der keinerlei Kontrolle über seine Erektionen hat. Umso peinlicher ist das natürlich für dich, wenn du mit 18 immer noch nicht gelernt hast, dich da unten zu steuern und den ganzen Tag mit einem Ständer in der Hose rumläufst.“
„Aber ich will das nicht, das ist auch gar nicht wahr“, protestierte Stefan.
„Wahr ist, was die Mehrheit der Leute glaubt. Und wir werden sehen, wie sich alles entwickelt, vielleicht ist es wahrer, als du selbst glaubst, Ständer-Stefan“, belehrte Marcel.
„So ein Quatsch. Außerdem war am Anfang nur von kleinen Missgeschicken zur allgemeinen Belustigung die Rede. Dass du nur auf meinen Schwanz zielst, war nicht ausgemacht!“, ereiferte sich Stefan.
„Ich habe aber nie behauptet, dass es um etwas anderes als um deinen Ständer gehen würde. Manchmal muss man eben genau hinhören, wenn man Geschäfte macht. Und damals wusste ich eben noch nicht, dass dein Ständer die Meute so beeindruckt, dass er tagelang Gesprächsstoff an der Schule wird. Der Spitzname Ständer-Stefan hat sich ohne weiteres Zutun schon hervorragend verfestigt. Ich denke, wir müssen nur noch ein paar nette kleine Aktionen machen, um den Eindruck deiner Dauerlatte zu verstärken. Natürlich auch außerhalb der Schule. So wird der Spitzname für viele Jahre dein ständiger Begleiter“, erklärte Marcel begeistert.
„Warum sollte ich irgendwelchen Blödsinn mitmachen, der meinen Spitznamen noch mehr verbreitet, anstatt mich einfach eine Weile ruhig zu verhalten, bis die Sache vergessen ist?“, fragte Stefan fast ein wenig provozierend.
Marcel grinste nur und lehnte sich noch entspannter in seinem Chefsessel zurück: „Vielleicht, weil du dir dann endlich die vielen schönen Dinge leisten kannst, von denen du bis jetzt nur träumen konntest.“
Stefan schaute etwas zerknirscht auf seine Schuhe. So ganz unrecht hatte Marcel natürlich nicht, für diese wunderbaren, blauen Traum-Nikes hatte er sich vor allen nackt ausgezogen, sich in gewisser Weise als käuflich erwiesen.
„Schau mal, wie findest du das?“, fragte Marcel mit Unschuldsmiene und schob das neueste Galaxy S8 Smartphone über den Schreibtisch.
Fasziniert berührte Stefan das Gerät, fast ehrfurchtsvoll. Was für einen wertigen Eindruck es machte, mit dem um die Kante herum gebogenen Display. Und überhaupt, im Vergleich zu Stefans Notbehelfs-Prepaid-Handy, das es mal im Sonderangebot in einem Drogeriemarkt gab, war dieses Gerät eine völlig andere Welt.
Zufrieden schaute Marcel in aller Ruhe zu, wie Stefan voller Begeisterung das Smartphone bewunderte. Sein Fisch hatte gerade den zweiten Köder geschluckt und es brauchte nur noch ein wenig Zeit, bis dieser seine volle Wirkung entfalten würde, um Stefan die nächste Schamgrenze überschreiten zu lassen.
„Der Vertrag läuft zwar auf meinen Namen, aber du kannst es nutzen, solange wir zwei uns einig sind. Inklusive Flatrates für Telefonie, SMS und Daten, die du nach menschlichem Ermessen niemals ausschöpfen kannst, egal wie intensiv du das Gerät nutzt“, lockte Marcel.
„Und – was müsste ich dafür tun?“, wollte Stefan nun wissen, denn dass auch dieses Geschenk mit einer konkreten Aufgabe verbunden sein würde, das war Stefan durchaus klar.
„Nun, ich betrachte es mehr als Hilfsmittel, das uns bei vielen Aktionen nützlich sein kann, um jederzeit einfach und unauffällig miteinander in Kontakt bleiben zu können. Wie gesagt, du kannst es nutzen, solange wir uns einig sind“, erklärte Marcel seine wenigen Bedingungen, ohne unbedingt zu betonen, dass dadurch Stefans Abhängigkeit und Marcels Verfügungsgewalt über ihn deutlich steigen würden.
„Du gibst mir das Gerät doch nicht einfach so“, vergewisserte sich Stefan unsicher.
„Erstmal schon“, bestätigte Marcel, „aber da der Vertrag weiter auf mich läuft, könnte ich es selbstverständlich jederzeit sperren lassen, falls du nicht mehr mein Freund sein möchtest.“
Dass es zwischen ihm und Marcel keine echte Freundschaft, sondern bestenfalls eine Geschäftsbeziehung gab, war Stefan bewusst, aber das Smartphone in seiner Hand war verlockender, als es Stefan lieb sein konnte.
„Hier auf dem Zettel stehen PIN und alles was du so brauchst um es ganz auf dich einstellen zu können“, ergänzte Marcel und schob noch einen Notizzettel über den Schreibtisch.
„Wow“, war alles, was Stefan in diesem Augenblick noch einfiel. Das Smartphone war damit vorläufig seines.
„Und damit wir beide gute Freunde bleiben, wirst du mir sicher noch einen klitzekleinen Gefallen tun, für dessen Erledigung ich dir auch nochmal 100 Euro in bar schenken werde“, schwenkte Marcel nun wieder zielsicher zu seinen konkreten Plänen.
„Was ist das für ein klitzekleiner Gefallen?“, fragte Stefan durchaus misstrauisch.
„Ach, kaum der Rede wert. Ich hab' mir mal diesen hässlichen Wohnblock angeschaut, indem du wohnst“, fuhr Marcel fort, „ich komm‘ da ab und zu vorbei, wenn ich von der Disco heimlaufe, falls keiner meiner Kumpels mehr fahren kann.“
Stefan hatte am Wochenende schon öfter das Grölen besoffener Disco-Heimkehrer gehört. Meist ereiferte sich das Schickimicki-Publikum über die hässlichen Mietwohnungen, an denen man vorbeimusste. Aber im eigenen Wohnviertel hätten sie ihre tolle Szene-Disco wegen des Lärms und des Drecks bestimmt nicht haben wollen.
„Durch die Hanglage des Wohnblocks liegt der Trampelpfad hinter dem Haus auf Höhe deines Zimmers, sogar leicht darüber. Ich habe festgestellt, dass man von dort ganz gut in dein Zimmer schauen kann. Nicht, dass die blanke Armut darin sehenswert wäre, aber man hat einen guten Blick auf dein Bett“, erzählte Marcel, ohne sonderlich konkret zu werden.
Stefan kannte natürlich den Trampelpfad, immerhin blickte er umgekehrt aus seinem Fenster direkt darauf und wusste auch, dass dieser gerne als Abkürzung von Fußgängern genutzt wird. Bislang hatte er sich keine großen Gedanken darum gemacht. Immerhin besaß er Vorhänge und ein lichtundurchlässiges Rollo, mit dem er jederzeit seine Privatsphäre sichern konnte. Fast schon Luxus für ihn. Was ihn allerdings etwas überraschte und nervös machte, war die Tatsache, dass Marcel bereits unbemerkt sein Zimmer ausgekundschaftet hatte.
„Und, was ist da nun großartig dabei? Wenn ich die Vorhänge schließe und abends das Rollo runterziehe, kann keiner mehr auf mein Bett schauen“, kommentierte Stefan gelassen die Situation und überspielte seine Aufregung.
„Es sei denn, du würdest mal vergessen, das Rollo runterzuziehen“, deutete Marcel seinen Plan an.
„Das vergesse ich nie. Ich weiß doch, wie viele Leute da rumlaufen“, betonte Stefan.
„Ich nehme an, da du keine Freundin hast, musst du viel wichsen“, stellte Marcel fest.
„Nun ja, machen doch alle Jungs“, gab Stefan leicht verschämt zu.
„Eben, und wenn du es so oft machst, könnte es doch mal passieren, dass du versehentlich das Rollo vergisst“, lenkte Marcel das Gespräch wieder in die gewünschte Richtung.
„Niemals, da achte ich immer darauf, das vergesse ich ganz bestimmt nicht“, versicherte Stefan.
„Und wenn du mit diesem kleinen Missgeschick einen guten Freund, dem du viel verdankst, sehr glücklich machen würdest?“, hakte Marcel nach.
„Du meinst...“, verschlug es Stefan die Sprache, als ihm bewusstwurde, dass Marcel gerade seinen nächsten Plan beschrieben hatte.
Stefan war fassungslos. Erwartete Marcel wirklich, dass er sich vor allen Disco-Heimkehrern und wem auch sonst noch offen sichtbar einen runterholt? Der Zuschauerkreis wäre völlig unkontrollierbar, jeder der zufällig vorbeikäme, könnte Stefan bei der Selbstbefriedigung zuschauen.
„Ich stelle mir das so vor: Wenn ich mit meinen Kumpels aus der Disco komme, werde ich einige Minuten vor deinem Haus kurz und unauffällig eine WhatsApp an dich losschicken. Du stellst dann sicher, dass dein Zimmer hell beleuchtet ist, die Vorhänge offen, das Rollo oben und du splitternackt und unbedingt ohne Decke onanierend auf dem Bett liegst. Natürlich so, dass man durch das Fenster optimal auf deine Latte schauen kann, Ständer-Stefan“, schilderte Marcel den näheren Rahmen der Aktion.
„Bist du verrückt? Ich habe doch gar keinen Plan, was da draußen los ist und wer da alles vorbeikommt. Die halten mich doch für pervers“, empörte sich Stefan und sprang entsetzt von seinem kleinen Hocker auf.
„Ach was“, wiegelte Marcel ab, „dass ein notgeiler 18jähriger beim Wichsen mal vergisst, das Rollo zu schließen, kann passieren. Da denkt keiner gleich an Absicht. Dass du onanierst, sollte im Grundsatz auch keinen überraschen. Und zur Feinabstimmung legst du das Handy so hin, dass du unauffällig weitere Messages lesen kannst. Dann kann ich dich noch ein wenig dirigieren, um das Optimum aus der Show rauszuholen. Ich denke mal, so 15 Minuten solltest du die Show schon ziehen, bevor du deine Wichse möglichst weit und für die Zuschauer gut sichtbar verspritzt. Danach bleibst du brav nackt auf dem Bett liegen, bis ich dir per WhatsApp mitteile, dass wir weg sind und du dein Rollo schließen kannst.“
Stefan war während der Schilderung immer unruhiger geworden und ging in Marcels großem Zimmer nervös auf und ab. Seit der ersten Aktion unter der Dusche war ihm klar, dass es ihn sehr stark erregt, anderen nackt ausgeliefert zu sein und die Situation selbst nicht völlig unter Kontrolle zu haben. Der Gedanke, es diesmal nicht nur vor Klassenkameraden, sondern vor teilweise unbekanntem Publikum, das er noch nicht einmal sehen würde, tun zu müssen, hatte ihn noch schärfer gemacht. Die pochende Latte in seiner Hose würde ihn Marcel noch mehr ausliefern und so versuchte er, sich vorsichtig von ihm weg zu drehen. Natürlich möglichst so, das Marcel nicht direkt verstehen konnte, warum Stefan nicht mehr ruhig und brav und vor allem ungewollt breitbeinig vor ihm saß.
Fast wäre Stefan bereit gewesen, sogar ohne Bezahlung mitzumachen. Aber dann besann er sich noch einmal. Für Marcel hatte die Kohle keine Bedeutung, er selbst konnte etwas Geld aber gut brauchen.
„Die Nummer gibt es aber nicht für 100 Euro“, schleuderte er Marcel in einem kurzen Anflug von Selbstbewusstsein entgegen, „unter 250 Euro läuft nix. Immerhin sieht man mich diesmal nicht nur splitternackt mit Ständer, sondern man sieht auch noch, wie ich mich selbst befriedige, und mein Sperma muss ich auch noch vor Zuschauern abspritzen.“
„Angesichts der Tatsache, dass es dir selbst erhebliche Freude bereitet, dich nackt und mit steifem Schwanz vor Publikum zu zeigen, wie du vorhin selbst zugegeben hast und wie deine Beule immer noch deutlich macht, sollten 100 Euro mehr als großzügig sein“, wehrte Marcel ab. Nicht, dass 250 Euro irgendeine Bedeutung für ihn gehabt hätten, aber er konnte Stefans aufkommende Selbstsicherheit nicht einfach hinnehmen.
„Und zu onanieren bereitet dir auch an und für sich jede Menge Spaß, die paar Zuschauer werden daran nichts ändern. Wer ist schon in der glücklichen Situation, so viel Spaß beim Geldverdienen zu haben?“, machte Marcel weiter die scheinbare Großzügigkeit seines Angebots deutlich.
Tatsächlich hatte er Erfolg, denn Stefan wurde schnell unsicher. Harte Verhandlungen, sowas hatte er nie geübt. Und die kribbelnde Erregung angesichts der geplanten Entblößung tat ihr Übriges, um Stefans Widerstand in Luft aufzulösen.
„Wer wird denn beim Disco-Besuch dabei sein?", fragte Stefan in der Hoffnung, etwas über den Zuschauerkreis herauszufinden.
„Mit Sicherheit ein paar Jungs aus unserem Abi-Jahrgang. Muss doch jemand am Montag in der Schule von deinem Missgeschick erzählen können, damit es richtig Spaß macht. Und ansonsten jeder, der um die Zeit aus der Disco heimkommt und die Abkürzung nimmt“, sagte Marcel und lehnte sich selbstzufrieden zurück.
„Letzteres macht mir etwas Sorgen, das könnte wirklich jeder sein, und vielleicht erfahre ich nie, wer mich gesehen hat“, räumte Stefan seine letzten Bedenken ein.
„Probier es doch einfach aus, manche Leute werden durch Ungewissheit zusätzlich aufgegeilt. Und spätestens am Montag, denke ich, wird in der Schule alles erzählt, was du bis dahin noch nicht selbst herausgefunden hast“, kicherte Marcel.
Stefan drehte das Smartphone in seiner Hand in alle Richtungen und bewunderte es. Dabei brach auch der letzte Widerstand in ihm zusammen: „Ja, ich mach‘s für 100 Euro und – das hier.“
„Gut, dann sind wir uns einig. Schönen Tag noch, wird Zeit dass du abdackelst“, folgte der prompte Rauswurf, als Marcel sein Ziel erreicht hatte.
Stefan machte sich reichlich aufgewühlt auf den Heimweg. Marcel behandelte ihn einerseits wie den letzten Dreck, aber seine sexuelle Neugier zwang ihn, sich selbst zum Spielzeug dieses verzogenen Jungen zu machen. Während sich Stefan bei der ersten Aktion noch völlig sicher war, diese Demütigung ausschließlich für Geld und die Nikes als leidendes Opfer zu ertragen, war er plötzlich selbst verunsichert. Die unerwartet starke sexuelle Erregung und die intensiven Gefühle von Stolz und Geilheit nach der ersten Aktion hatten diesmal seine Entscheidung, jenseits der materiellen Entlohnung, wesentlich mit beeinflusst.
Doch erst einmal beschäftigte sich Stefan ausgiebig mit seinem Smartphone, das er wie eine Art Trophäe herumtrug. Bald hatte er Fingerabdruck und und mehr auf sich eingestellt, was ihm noch stärker die Illusion vermittelte, stolzer Besitzer des Geräts zu sein.
Schnell hatte Stefan eine Reihe von Apps ausprobiert, allen voran natürlich WhatsApp. Die App hatte Marcel schließlich als Kommunikationsweg vorgeschrieben, damit er bei der Aktion unbemerkt seine Regieanweisungen geben konnte. So führten die beiden einen Probechat über ein paar Belanglosigkeiten, um sicherzustellen, dass am Samstag alles reibungslos funktionieren würde.
Die folgende Nacht war für Stefan wieder mit wenig Schlaf verbunden. Wie schon bei den Schuhen prüfte er mehrmals in der Nacht, ob "sein" Smartphone noch da war und funktionierte. Hatte am Ende vielleicht Marcel schon eine weitere, diesmal nächtliche Nachricht geschickt? Egal wie oft Stefan auf das Display starrte, Marcel meldete sich in dieser Nacht nicht mehr.
Unausgeschlafen ging Stefan am frühen Samstag an seine üblichen Pflichten. Hausaufgaben, sich um die Straße kümmern, denn ausgerechnet heute hatte die Wohnung seiner Eltern und damit er Kehrdienst im Haus. Auch dabei schaute er immer wieder und etwas ungläubig auf das neue Telefon. Auf was für ein Spiel hatte er sich nur eingelassen?
An diesem Spätsommertag meinte es die Sonne noch einmal richtig gut, für einen körperlich arbeitenden Menschen eindeutig zu gut, und so kam Stefan bei seiner Arbeit ordentlich ins Schwitzen. Sein T-Shirt klebte unangenehm an seinem Körper. Das kannte er und hätte es auch still ertragen, denn er fand Männer, die mit nacktem Oberkörper auf der Straße rumlaufen, einfach zu prollig und obendrein hatte er zumindest bis vor einer Woche ein ausgeprägtes Schamgefühl. Es war genug, den nackten Oberkörper im Schwimmbad zu zeigen, wo alle so rumlaufen, aber nicht auf der Straße vor dem Wohnhaus.
Doch insgeheim musste Stefan daran denken, wie viele bewundernde Blicke sein nackter Körper beim Duschen auf sich gezogen hatte. Zumindest den Oberkörper zu zeigen, war doch nicht schlimm und würde sich deutlich besser anfühlen, als mit dem nassen, klebenden Stoff auf der Haut zu arbeiten.
So kam es, dass Stefan tatsächlich T-Shirt und Unterhemd abstreifte und seitlich an den Fahrradständer vor dem Wohnblock hängte. Beherzt griff Stefan zum Besen und arbeitete weiter. So etwas hätte er sich noch vor wenigen Tagen nie getraut. Er blickte an sich selbst herunter. Sein flacher Bauch glänzte im Sonnenschein leicht vom Schweiß seiner körperlichen Arbeit.
Die alte, ausgefranste Jeans war sommerlich kurz geschnitten und hatte das ein oder andere Loch im Oberschenkelbereich. Die natürliche Abnutzung forderte ihren Tribut und in diesem Sommer würde sich Stefan keine neue Hose mehr leisten können. Leicht amüsiert dachte er darüber nach, dass Jungs wie Marcel in den Edel-Boutiquen der Stadt ein Vermögen dafür zahlten, um als „Used-Look“ eine Hose zu bekommen, die schon im Laden so aussah, als hätte man damit hundertmal die Straße gekehrt.
Stefan achtete sehr genau auf die Reaktionen der Passanten, die ihm zufällig begegneten. Bei jedem bewundernden oder interessierenden Blick wuchs Stefans Wohlbefinden und sein Stolz auf seinen Körper. Er spürte, wie der Druck in ihm anstieg. Während er verträumt an sich runteschaute und dabei überraschender Weise schon mit Vorfreude an die bevorstehende Aktion in der kommenden Nacht dachte, begann sein Glied anzuschwellen und härter zu werden. Stefan merkte, wie die Latte sich auf die Suche nach einem Ausgang in seiner engen Hose machte.
Ausgerechnet in dieser Situation begegnete ihm Lars. Der wohnte zwei Stockwerke höher in einer Zwei-Zimmer-Wohnung. Soweit es Stefan mal mitbekommen hatte, war Lars 23 Jahre alt. Mehr wusste Stefan nicht, außer, dass Lars insgesamt eine recht attraktive Erscheinung mit sportlicher Figur und blonden Naturlocken abgab und stets freundlich grüßte, denn oft begeneten sich beide während der Woche morgens im Treppenhaus, Stefan auf dem Weg zum Schulbus und Lars auf dem Weg zur Arbeit. Wirklich miteinander gesprochen hatten beide aber noch nie. Wie das eben in großen Wohnblöcken so ist, man sieht sich im Treppenhaus, weiß aber nicht wirklich etwas voneinander.
Wie üblich grüßte Lars kurz im Vorbeigehen und schaute in seinen Briefkasten. Stefan entspannte sich, denn im Vorbeigehen würde Lars nichts von der Enge in Stefans Hose bemerkt haben.
Dann allerdings drehte sich Lars wieder um und schaute Stefan freundlich lächelnd bei der Arbeit zu. Einerseits gefiel Stefan die spürbare Bewunderung, andererseits fand er den Zuschauer angesichts seiner wachsenden Latte auch unangenehm. Immerhin war Lars trotz aller Vertrautheit letztlich ein Fremder für Stefan.
„Is‘ was?“, nahm Stefan seinen Mut zusammen und fragte Lars nach dem grund für seine aufmerksame Beobachtung.
„Ja, ich habe gerade festgestellt, dass der kleine Nachbarjunge ein richtiger Mann mit schön definiertem Oberkörper geworden ist. Gehst du ins Fitnessstudio?“, brachte Lars seine Bewunderung in durchaus schmeichelnder Weise zum Ausdruck.
„Ne, keine Knete, meine Übungen heißen Straße kehren, Wohnung putzen und Einkaufstaschen schleppen“, erklärte Stefan mit einem gewissen Stolz. Irgendwie wirkte die Bewunderung bei Lars viel angenehmer, aufrichtiger und ehrlicher als bei seinen Schulkollegen. So versuchte Stefan, gleichzeitig seinen Oberkörper zu zeigen und die Latte in seiner Hose zu überspielen.
„Und fleißig bist du auch. Wie kommt‘s, dass die Chicks bei dir vor der Wohnungstüre nicht Schlange stehen? Tüchtig, attraktiv, da hast du bestimmt einen ganzen Harem“, stellte Lars freundlich lächelnd fest.
„Du hast was Wichtiges vergessen, ohne Kohle läuft nix, die wollen wenigstens mal eingeladen werden und zu angesagten Veranstaltungen gehen“, seufzte Stefan. Und dabei konnte er kaum sagen, was ihm nun unangenehmer war, sein halbnackter Körper, die Erektion, die er nicht kontrollieren konnte, oder am Ende das Eingeständnis seiner Armut.
Doch Lars lächelte so freundlich, dass sich Stefan schnell wieder besser fühlte.
„Die wissen wohl nicht, was gut ist“, bemerkte Lars tröstend.
Ein wenig seltsam fand es Stefan schon, dass ihm Lars noch eine ganze Weile beim Kehren zusah und ab und zu ein wenig netten Smalltalk zur Aufmunterung beitrug. So freundlich und aufmerksam hatte ihn Stefan solange er denken konnte noch nicht erlebt. Aber natürlich gefiel es einem Außenseiter wie Stefan durchaus, wenn er unerwartet gut behandelt wurde.
So kam es, dass Stefan heute die Straße besonders gründlich kehrte, um die freundliche Aufmerksamkeit von Lars möglichst lange genießen zu können. Fast bedauerte Stefan, dass nun wirklich alles sauber war un der sich von Lars verabschieden musste.
Teil 4 - Das Fenster
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